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Picknick mit Bären- Bill Bryson

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Nachdem mir der ausführliche Australienbericht von Bill Bryson so gut gefallen hat, wollte ich mehr Fernweh erzeugende Literatur haben. Also habe ich mir sofort Picknick mit Bären* ebenfalls vom gleichen Autor gekauft. Mit der Zeit entdecke ich immer mehr Reiseliteratur von Bill Bryson. Zum Glück ist die Welt sehr groß, ich werde also noch eine Weile spaß mit der Fernweh-Selbstgeisselung haben.

Mir gefällt bei Bill Bryson, dass man über alles mögliche etwas erfährt. Über Tiere, die Landschaft, teilweise historisches, skurrile Erlebnisse und vieles mehr. Manche Menschen finden vielleicht die Fotoerzählungen von Tante Emma jedes Jahr nach ihrem Mallorca Urlaub langweilig, aber wenn Tante Emma in dem Stil erzählen würde, würde ich mir jedes Jahr ne Dosis Mallorca von ihr geben lassen.

Wohin soll die Reise gehen?

Bei Picknick mit Bären gehts nicht ganz so weit ins Exotische, wie nach Australien (weiter weg wäre wahrscheinlich als nächstes der Mond). Genauer gesagt, bleiben wir sogar in Brysons Heimatland: den USA. Hier befindet sich im Osten der sogenannter Apalachian Trail (AT). Ein Wanderweg, der Schlappe 3560Km lang ist. Er nimmt sich vor diesen mit seinem Kumpel Katz zu bewältigen. Wir erfahren, wie er sich auf den Trip vorbereitet, in dem er in einem Laden für Outdoorequipment jeden Scheiß kauft, den  man so brauchen könnte. Man merkt bereits hier, dass sie eventuell etwas Naiv an die Sache herangegangen sind. Sie kaufen sich beide jeder ein Zelt. Wer schonmal ein Zelt auf den Rücken hatte weiß: das will man nicht quer durch die Wildnis tragen. Sie nehmen sich auch sauviele Klamotten mit und starten ohnehin im späten Winter. Mir würde der Rücken wehtun bei dem Gepäck.

Das Chaosduo startet seine Wanderung

Schlussendlich starten sie dann und bewältigen auch so einiges an Strecke, Katz schmeißt öfter mal einiges von seinem Hab und Gut weg um Gewicht einzusparen. Sie treffen viele Leute, hören von vielen Leuten, erleben vieles. Treffen aber auf erstaunlich wenig Tiere (aber dafür einmal auf einen Elch). Sie verlaufen sich erstaunlich selten, aber offenbar ist dort auch alles gut gekennzeichnet, obwohl der AT gar kein so stark überlaufener Touristenmagnet ist. Man erfährt interessante Dinge über die Menschen, die es tatsächlich geschafft haben die komplette Strecke zu laufen. Und auch über Menschen, die nach 2 Stunden aufgegeben haben. Ausserdem gab es Wanderer, die währenddessen ermordet wurden (immerhin 9 waren es insgesamt) und andere spannende Fakten.

Zwischenzeitlich kommen sie immer mal vom Weg ab und schlafen in einem Hotel und Essen im Restaurant. Dann machen sie auch mal einige Monate pause und spazieren im Hochsommer weiter. Zeitweilig wanderte Bryson sogar alleine und fuhr abends immer nach Hause. An der Stelle sind mir die Dimensionen nicht ganz klar. Wie kann man mit seinem Auto irgendwo hinfahren, es abstellen, 20km laufen und abends mit dem Auto wieder zurückfahren und dabei jeden Tag was neues sehen? Schwer vorzustellen.

Alles in allem ein witziges Buch mit spannenden Geschichten, wie ich es mir gewünscht habe. Australien finde ich aber interessanter. Trotzdem ein empfehlenswertes Buch. Schaffen sie es am Ende? Wer weiß 🙂

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