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Pilze für Madeleine – Marie Hermannson

Im Herbst liebe ich es ja immer Pilze pflücken zu gehen, sie dann zu waschen und schlussendlich schön rustikal zubereitet zu essen. Wenn man sich nicht so gut mit Wildpilzen auskennt, dann bietet es sich an ein Pilzseminar in der Region zu besuchen und sich alles über Pilze in freier Wildbahn erklären zu lassen. Aber hättet ihr gedacht, dass ein „Pilzdozent“ zu sein richtig gut bei Frauen ankommt? Bei der Hauptfigur in unserem heutigen Buch, Pilze für Madeleine* von Marie Hermanson, ist das so. Holger Haglund lebt in Schweden und wo lassen sich Pilze besser sammeln als in Skandinavien? Er hält regelmäßig solche Pilzseminare ab, denn er weiß alles über Waldpilze und jedes mal bewundern ihn die Frauen für sein Wissen. Pilze im Wald

Sein Sohn Gunnar steht eher im Schatten seines Vaters und darf sich um die Frauen kümmern, wenn sein Vater sich eine spezielle Frau ausgesucht hat und mit ihr „das Gebüsch etwas genauer“ erkundet. Eines Tages nimmt auch Madeleine, eine Dame aus gutem französischem Hause, an dem Seminar teil und aus der Sache mit Holger wird etwas ernstes. Dummerweise ist Madeleine aber eine so interessante Frau, dass auch sein Sohn sich für sie interessiert. Zunächst ist es etwas ernster mit Madeleine, Holger verbringt mit ihr sehr viel Zeit auf einem edlen Hof in Frankreich. Schreibt er seinem Sohn, so berichtet er ausführlich von den Pilzen, die er dort findet, Madeleine erwähnt er seltener. Wie das nun bei Holger üblich ist, verliert er nach einer Zeit das Interesse an den Frauen. Also freie Bahn für Gunnar?

Nicht ganz, denn seinem Vater gefällt das Ganze trotzdem überhaupt nicht. Der weiß aber zunächst nicht von welcher Frau genau Gunnar schwärmt, sondern nur, dass es da eine gibt. Also gibt er seinem Sohn Nachhilfe und empfiehlt ihm einen Pilz mit dem man alle Frauen der Welt bekommt.  Es ist sehr schnell klar, dass die Sache kein gutes Ende nimmt.

Varberg in Südschweden- eine perfekte Region zum Pilze pflücken

Ich finde die Thematik im dem Buch sehr schön. Es ist nicht nur eine simple Vater-Sohn Geschichte, sondern hat auch diesen speziellen „Pilz“ Hintergrund. Alle paar Seiten gibt es eine kleine Infoseite, wo eine Pilzsorte noch einmal vorgestellt wird. Man erlangt kein großartiges neues Wissen, aber solche Details finde ich immer schön. Wenn man sich Bewertungen zu den Büchern von Marie Hermanson durchliest, kritisieren viele das Buch. Es wäre ihnen zu flach, zu simpel, keine tiefgehende Geschichte, wie bei ihren anderen Büchern. Es ist nicht so, dass man geistig überfordert ist, aber ich habe ein anderes Buch von ihr gelesen und fand dagegen Pilze für Madeleine viel durchdachter und hat dennoch auch was leicht tragisch komödiantes.

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