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Ein Mann namens Ove – Fredrik Backman

Ove wohnt in einer Kleinstadt in Schweden. Er verlor seine Frau und ist seitdem ein verbitterter alter Mann. In seinen Augen gab sie seinem Leben erst einen Sinn. Ove ist griesgrämig, pedantisch, ein echtes Ekel und ein Saab-Liebhaber. Er notiert sich akribisch die Autokennzeichen der Parksünder und regt sich über den pinkelnden Nachbarshund genauso auf, wie über spielende Kinder. Ove beschließt seinem Leben ein Ende zu setzen um wieder bei seiner verstorbenen Frau sein zu können. Doch er rechnete nicht mit seinen neuen Nachbarn: die schwangere, aus Persien stammende Parvaneh, ihr Mann Patrick, der von Ove lediglich Trottel genannt wird, sowie die zwei Kinder, bringen ihn fast um den Verstand.

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Trottel fährt zu Beginn schon Oves Briefkasten um. Und das auch noch in einem Wohngebiet, in dem es verboten ist Auto zu fahren. Was für eine nachbarschaftliche Begrüßung.

Ove und die Tollpatschigkeit

Nun muss Ove jedoch loslegen. Heute ist es soweit. Heute nimmt er sich das Leben. Doch Ove scheitert. Und das auch noch mehrmals. Entweder reißt das Seil oder er wird von seinen Nachbarn gestört.

Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr über das frühere Leben Oves und zu den Hintergründen des geplanten Suizids. Parvaneh versucht sich Ove anzunähern. Sie braucht hin und wieder seine Hilfe und schafft es Ove wieder auf einen besseren Weg zu bringen. Im Laufe der Zeit hilft Ove seinem alten Nachbarn, der ins Heim soll. Er freundet sich mit Parvanehs Kindern an.

Das Buch ist voller Charme, Witz und Tragik. Man spürt Oves Verbitterung und man leidet beim Lesen mit. Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen.

„Ein Mann namens Ove“ wurde auch verfilmt von Frederik Backmann. Mir war die Verfilmung zu langwierig. Es war gut umgesetzt, es fehlte jedoch der Charme des Buches. Vergeblich musste ich auf die erste Szene des Buches warten, in der Ove ein „Eipääd“ kaufen möchte – einen tragbaren Computer. Für mich das beste Kapitel im ganzen Buch. Diese Szene wurde in der Verfilmung leider mit dem Kauf eines Blumenstraußes gleichgesetzt. Sehr schade.

Fazit: Ein fantastisches Buch, leider keine allzu gute Umsetzung der Verfilmung.

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