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Slade House – David Mitchell

slade house david mitchel Rezension auf www.nixzulesen.deDavid Mitchell

Bevor ich mit der eigentlichen Geschichte beginne, muss ich mich kurz über den Autor auslassen. David Mitchell hat 2004 den Roman Cloud Atlas veröffentlicht, der 2012 dann unter anderem mit Tom Hanks und Halle Berry verfilmt wurde. Zum Glück empfindet jeder Bücher und auch Filme anders. Ich fand den Film unübersichtlich und verwirrend. Habe kurz danach den Roman dazu lesen wollen und habe ihn nach vielleicht 50 Seiten enttäuscht wieder weggelegt. Ich kam einfach nicht in die Geschichte rein.

Bei unserem letzten Besuch in der Buchbox wurde dann sein in Deutschland 2018 erschienener neuer Roman Slade House vorgestellt. Als die Vortragende erwähnte, dass das vom Autor von Cloud Atlas geschrieben wurde, war mein erster Gedanke „Oh nein, bitte nicht“. Doch jetzt kommt das großer Aber: Slade House ist komplett anders und dennoch ähnlich fantasievoll.

Slade Alley

Das Slade House ist ein Haus in der Slade Alley. Es ist äußerst schwer zu finden. Das schwarze Eisentor öffnet lediglich alle 9 Jahre seine Pforten. Doch wer es erst einmal hineinschafft, ward nie wieder gesehen…

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Der Roman ist in fünf Epochen aufgebaut. Die erste Geschichte beginnt 1979, die letzte spielt in 2015. In jeder Epoche schildert Mitchell das Auffinden des ungewöhnlichen Hauses . 1979 werden Rita Bishop und ihr Sohn Nathan ins Haus gelockt. Sie haben anfangs große Schwierigkeiten überhaupt das Eisentor und damit den Eingang des verwunschenen Hauses zu finden, schaffen es letztlich aber doch. Hier beginnt auch schon die Utopie. Schnell wird klar, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, denn die Bewohner des Hauses sind Geister. Geister, die überleben wollen und dafür über Leichen gehen.

9 Jahre später, 1988: Der Detective Inspector Edmonds sucht noch immer nach dem Verbleib von Rita und Nathan Bishop. Bekannt ist nur, dass sie zuletzt am 27. Oktober 1979 in der Slade Alley gesehen wurden. Doch wie der Zufall es so will, erhält Edmonds Zugang zum Slade House und weiß nicht, was auf ihn zukommt.

Doch irgendwann spricht sich auch das merkwürdige Haus herum. 1988 ändert sich die Geschichte ein wenig. Nun macht sich eine Gruppe von Jugendlichen absichtlich auf dem Weg zum Slade House. Sie wollen herausfinden, ob an den ganzen Gerüchten etwas Wahres dran ist.

Eine Chance für Mitchell

Wem es mit dem Cloud Atlas ähnlich erging, dem sei gesagt: Gebt David Mitchell noch eine Chance. Er kann auch anders 😉 Slade House ist einfach geschrieben, die Handlung teils ein wenig verwirrend. Logisches Denken ist hier nicht nötig. Denkt fantastisch. Damit kommt ihr bei Mitchell weiter. Die Geschichte endet in einem spannungsgeladenem Krimi zwischen Gut und Böse. Für mich war das Buch viel zu schnell zu Ende. Ich habe versucht das Ende etwas hinauszuzögern, aber ich wollte dann auch wissen, wie es ausgeht.

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